Bürgermeisterkandidaten stellen sich der SPD vor: Kein „Weiter so“ mehr

Veröffentlicht am 08.11.2020 in Kommunalpolitik

Die Bürgermeisterwahl steht an und mit ihr Kandidaten, die Potenzial für Trossingen bieten. Suzanne Irion und Ralf Sulzmann stellten sich vergangenen Donnerstag bei einem Treffen, unter Einhaltung der neuen Hygienevorschriften, bei der SPD vor. Aufgegriffen wurden sowohl Punkte aus dem SPD-Wahlprogramm sowie die gesamte Gemeinde betreffende Themen aus den Bereichen Kindergärten, Schulen und Vereine, Bebauung und Infrastruktur, Wirtschaft und Digitalisierung sowie Arbeitsplätze und Integration.

Suzanne Irion möchte neue Wege gehen. Sie kommt aus Holzmaden, wo sie bisher das Bürgermeisteramt innehat, wohnt aber in Trossingen. Sie möchte beispielsweise das Angebot an Kindergartenplätzen und anderen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen erweitern und anstreben, eine Ganztagesbetreuung einzurichten. Auf Vereine soll mehr und intensiver zugegangen werden und mit ihnen kooperiert werden, insbesondere der Sportbereich beziehungsweise Jugendsport soll – auch im Haushaltsplan – einen höheren Stellenwert bekommen. Den für 2040 angestrebten Flächennutzungsplan hält sie für überzogen, viel mehr sollte ein städtischer Rahmenplan als Entscheidungsinstrument für eine Flächennutzung zum Tragen kommen – dabei werden auch bereits bestehende Gebiete berücksichtigt, die aufgrund der Demographie wieder nutzbar werden. An Akteure wie die Landwirte muss hierbei gedacht werden.

Ralf Sulzmann möchte Gutes beibehalten und weniger Gutes verbessern. Er ist der Trossinger Hauptamtsleiter und ist deshalb vertraut mit der Situation und den Zahlen der Stadt. Auch er möchte wieder vermehrt auf Vereine zugehen, das Miteinander fördern und kein Gegeneinander – regelmäßige Treffen zur Problembesprechung sollen Teil der Lösung sein. Um das Problem um die Kindergartenplätze zu entschärfen setzt Sulzmann auf den neuen Albblick-Kindergarten, sieht aber auch, dass noch weitere Plätze geschaffen werden müssen. Die Kindergartenbeiträge will er in Relation setzen und einen Vergleich auf Landkreisebene anstellen, um die Beiträge entsprechend attraktiv und angemessen gestalten zu können. Den Flächennutzungsplan und das Wachstum der Stadt will er nicht ungebremst um des Wachstums Willen zulassen, sondern ein kontrolliertes und bedarfsgerechtes Wachstum erreichen sowie den Bedarf selbst zu regulieren. Auch Landwirte müssen dabei besser berücksichtigt werden. Hier ist die Diskussion noch nicht abgeschlossen.

„Wir sind dankbar, dass sich beide Kandidaten als kompetente Bewerber um das Bürgermeisteramt profiliert haben. Dabei möchten wir betonen, dass wir keine Partei ergreifen wollen und die Bürger dazu auffordern, sich selbst ein Bild von den beiden Kandidaten zu machen“, so Kayfedjian. Schließlich geht es um die zukünftige Gestaltung der Stadt – bei der für beide Kandidaten gilt: Ein „Weiter so“ wird es definitiv nicht geben.

Die SPD wünscht den beiden Kandidaten einen guten, intensiven aber auch fairen Wahlkampf.

 
 

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